Tour 2: Am Steinberg bei Zschorlau
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Wanderkarte

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Weitere Touren

Tour 1        Stützengrün

 

Tour 3        Filzteich

Tour 4        Muldetal

Tour 5        Sosa

Tour 6        Breitenbrunn

Tour 7        Tal der Großen Bockau

Tour 8        Johanngeorgenstadt

 

 

 

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Wanderrouten

Variante 1: Rundweg am Steinberg (braun gekennzeichnet), ca. 5 km, etwa 2 Stunden, besonders für Familien mit Kindern

 

Variante 2: Rundweg am Steinberg + Rundweg bei Albernau (gelb gekennzeichnet), ca. 8,5 km, etwa 3 Stunden, für den Gelegenheitswanderer

 

Beschreibung der Wanderung

Wir beginnen am Parkplatz am Skilift, direkt an der Hauptstraße zwischen Zschorlau und Burkhardtsgrün. Dort befinden wir uns auch schon im FFH-Gebiet, umgeben von wertvollen Bergwiesen (Bild 1) und Borstgrasrasen. In Richtung Zschorlau fließt der Filzbach, an dem noch ein kleiner Auwaldrest (Bild 2) vorhanden ist. Nachdem wir uns genügend im näheren Umfeld umgeschaut haben, beginnen wir unseren Weg in Richtung Skilift und wandern gemäß dem gelben Hinweisschild in Richtung Rodelhang. Wir gehen immer steil bergauf der Rollerbahn entlang und kommen auf dem Plateau an eine Wegkreuzung, an der wir uns links halten. An der nächsten Wegkreuzung geht es wieder links und nach wenigen Metern haben wir wunderschöne Ausblicke auf die Steinbergwiesen des FFH-Gebietes (Bild 3) und den Ort Albernau (im Hintergrund Bockau). An der nächsten Wegkreuzung treffen wir auf den Rundweg bei Albernau. Die reichliche Stunde dafür sollten wir uns nehmen. Dazu gehen wir geradeaus bis zur nächsten Abzweigung, an der wir nach rechts gehen. An einigen neuen Einfamilienhäusern vorbei kommen wir in den Ort Albernau. An der nächsten Wegkreuzung geht es nach links, dann sehen wir schon die Kirche liegen. Wenn wir diese erreicht haben, laufen wir auf dem markierten Wanderweg (grüner waagerechter Strich) in Richtung Burkhardtsgrün. Nach etwa 500 m zweigen wir kurz vom Weg ab zur Albernauer Kanzel (Bild 4), von der wir eine wunderschöne Aussicht ins Muldetal (ebenfalls FFH-Gebiet, siehe Tour 4) und den Ort Bockau haben. Auf einer Informationstafel des Erzgebirgszweigvereins Albernau können wir zudem einiges über die Geschichte dieses Ortes erfahren. Dann geht es zurück zum Wanderweg, von dem aus wir wieder wunderschöne Ausblicke auf die Steinbergwiesen, die vorwiegend noch traditionell zur Heugewinnung genutzt werden, und den Ort Albernau haben. Am Waldbeginn biegen wir rechts ab und laufen direkt durch das FFH-Gebiet. In Richtung Albernau liegt das Flächennaturdenkmal „Stollteich“ (Bild 5), früher ein Brutgebiet der Bekassine. Dann kommen wir wieder an die Wegkreuzung, an der wir den Rundweg am Steinberg (Variante 1) fortsetzen, indem wir geradeaus weitergehen. Links sehen wir nach einiger Zeit eine Mutterkuhherde mit Schottischen Hochlandrindern weiden (Bild 6) und vor uns Zschorlau liegen. Wir wandern immer geradeaus weiter, bis wir an der Bäckerei Reinhold die Hauptstraße erreichen. Diese gehen wir linker Hand ein kurzes Stück entlang, bis wir am Eiscafe Brunnen an den Seifenweg kommen, dem wir dann folgen. Aber schon nach dem Parkplatz vom Café halten wir uns links. Schnell haben wir den Dorfrand erreicht. Wir gehen weiter bergan, vorbei an Wiesen und Weiden, vorbei auch am sogenannten Bännelwäldchen, von dem wegen eines Borkenkäferbefalls im heißen Sommer 2003 nicht mehr viel übrig geblieben ist. Im Tal sehen wir schon den Filzbach liegen. Am Waldbeginn halten wir uns rechts und haben nach wenigen Metern den Ausgangspunkt der Wanderung erreicht.

 

 

Beschreibung FFH-Gebiet

Das Gebiet „Steinbergwiesen und Seifenbachtal“, vorwiegend ein Wiesenkomplex mit Bergwiesen und Borstgrasrasen, ist 68 ha groß. Es wurden bisher vier Lebensraumtypen von europäischer Bedeutung festgestellt: Borstgrasrasen, Feuchte Hochstaudenfluren, Berg-mähwiesen und Auenwälder. Im Gebiet kommen Arten vor wie Arnika, Großes Zweiblatt, Neuntöter und Braunkehlchen. In den letzten Jahren sieht man vermehrt den Roten Milan seine Kreise ziehen.

 

Auenwälder

Auenwälder sind Wälder im Überflutungsbereich von Bächen oder Flüssen, dort wo Wasser und Land besonders eng vernetzt sind. Sie sind durch schwankende, aber relativ hohe Grundwasserstände geprägt, gehören zu den vielfältigsten Lebensräumen in Europa und treten je nach den örtlichen Gegebenheiten in unterschiedlichen Formen auf, als Hartholzauen und Weichholzauen am Ufer großer Flüsse, als Saumwälder an Bächen (Bild 2) etc. Alle Auenwaldtypen sind in weiten Teilen Europas sehr selten geworden und treten nur noch in zersplitterten, galerieartigen Fragmenten auf. Ursache hierfür sind vor allem Flussregulierungen und Wasserbau aus den unterschiedlichsten Gründen (Schifffahrt, Hoch-wasserschutz, land- und forstwirtschaftliche Nutzung etc.).

 

Sehenswertes im näheren Umfeld

Türkschacht

Haus der Vereine (ehemals Weckmühle) und Franzkar-Haus in Zschorlau

Besucherbergwerk St. Anna am Freudenstein

 

 

Der Ort Zschorlau

Weitere Informationen über den Ort, Übernachtungsmöglichkeiten und Freizeitangebot gibt es bei der Gemeinde Zschorlau

 

 

 

 

Schottische Hochlandrinder

 

 

 

Dieser Rinderrasse kann man heute nicht nur im Schottischen Hochland und auf den vorgelagerten Inseln begegnen, sondern fast in ganz Europa. Ursache hierfür sind seine Eigenschaften, die sich unter den harten Bedingungen im Schottischen Norden herausgebildet haben und bis heute züchterisch bewahrt wurden. Sie sind leicht und deshalb auch für steile Hänge gut geeignet. Sie haben geringe Futteransprüche, sind sehr robust und wenig krankheitsanfällig und können somit auch im Winter im Freien bleiben. Sie sind damit für eine schonende, naturverträgliche Beweidung besonders geeignet und weiden oft auf Flächen, für die Naturschutzgesichtspunkte eine Rolle spielen. Auch im Westerzgebirge ist das so, wo der Landschaftspflegeverband in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund (NABU) diese Rinderrasse einsetzt. Nicht ganz unwesentlich für ihre Beliebtheit ist sicherlich auch das attraktive Aussehen.

 

Roter Milan

 

 

 

Wenn man Glück hat, sieht man über sich den Roten Milan kreisen, unverkennbar durch den tief gegabelten Schwanz. Das ist neu, vor wenigen Jahren war er noch kein Brutvogel bei uns. Mit bis zu 180 cm Flügelspannweite ist er eine stattliche Erscheinung unter den Greifvögeln und ein echter Europäer, denn außerhalb des Kontinents kommt er kaum vor. Dabei hat Deutschland eine besondere Verantwortung, denn über die Hälfte des Bestands lebt hier, zwei Drittel davon in den neuen Bundesländern. Hier ist der Brutbestand nach der Wende, hauptsächlich durch die Übernahme westlicher Anbaumethoden in der Landwirtschaft, um 25 Prozent zurückgegangen. Auf der anderen Seite besiedelt er bestimmte Gebiete neu oder wieder. Wie es mit diesem faszinierenden Flieger weitergeht, bleibt abzuwarten. Der Rotmilan, der offene, reich strukturierte Landschaften liebt, ist ein Paradebeispiel für eine dringend notwendige Umkehr in der europäischen Agrarpolitik.